Evangelischer Verein Fellbach e.V.

Corona: Erweiterter Not- und reduzierter Regelbetrieb

|   Kindertagesbetreuung

Informationen zur Umsetzung des erweiterten Aufnahmeverfahrens

Sehr geehrte liebe Elternbeiräte, liebe Eltern,

im Hinblick auf die von Ihnen schon dringend erwarteten Informationen zur erweiterten Notbetreuung und zum reduzierten Regelbetrieb kann ich Ihnen in Abstimmung mit der Stadt Fellbach nun folgende Informationen weitergeben:

Die vielen Anfragen der letzten Tage und Wochen machen es deutlich: Wir befinden uns derzeit in einer speziellen Zeit, die für Familien eine nie gekannte Situation darstellt und diese vor neue, gewaltige Herausforderungen stellt. Danke, dass Sie trotzdem die vergangenen Wochen gegenüber den freien Trägern und den Mitarbeitenden der Stadt Fellbach viel Verständnis und Unterstützung bei der Bewältigung dieser Krise deutlich gemacht haben.
Wir verstehen auch, dass der Wunsch nach einer Rückkehr zur Normalität groß ist und Sie und Ihre Kinder dringend auf die Öffnung der Kitas warten. Gerade wenn Lockerungen in allen gesellschaftlichen Bereichen vorgenommen werden, fällt es schwer zu verstehen, warum es im Bereich der Bildung und Betreuung nicht schneller vorangehen kann.

Hiermit informieren wir Sie über das weitere Vorgehen, das auf Basis der aktuellen Corona-Verordnung der Landesregierung entwickelt wurde.

Jeder Kindergartenträger ist an die gesetzlichen Rahmenbedingungen gebunden. Diese Rahmenbedingungen gehen derzeit immer noch von einer schrittweisen Öffnung des erweiterten Notbetriebs hin zu einem reduzierten Regelbetrieb aus. Diese sieht die Umsetzung der weiteren Öffnung ab dem 18.05. vor, einen Termin, den wir allerdings aufgrund der späten Veröffentlichung der Verordnung und der notwendigen Absprachen und Vorbereitung, nicht halten konnten und deshalb erst auf den 25.05.2020 umsetzen können.

Wie wird das erweiterte Aufnahmeverfahren umgesetzt?

Aufgrund dieser Verordnung gelten im Wesentlichen weiterhin alle bisherigen Vorgaben bzgl. des Infektionsschutzes.

1. Anzahl der Betreuungsplätze
Die Verordnung sieht vor, dass maximal 50 Prozent der Kinder - bezogen auf die in der Betriebserlaubnis genehmigte Gruppengröße - jeweils gleichzeitig vor Ort betreut werden können. Der tatsächliche Umfang richtet sich aber nach den vor Ort vorhandenen personellen und räumlichen Ressourcen und der Voraussetzung, die gesetzlich vorgegebenen Schutzhinweise umsetzen zu können. Jeder Einrichtung stehen dabei unterschiedlich viele pädagogische Fachkräfte zur Verfügung. Gründe für eine geringere Fachkräftezahl sind vor allem der Ausfall der Mitarbeiter*innen die zur Risikogruppe gehören (siehe www.rki.de).

2. Verteilung der vorhandenen Plätze
Die Verteilung der vorhandenen Plätze findet in zwei Kategorien statt. Für die zu vergebenden Plätze besteht kein Rechtsanspruch.

A. Kinder in der erweiterten Notbetreuung
Auch weiterhin gilt, dass Kinder die bereits in der erweiterten Notbetreuung sind, vorrangig betreut werden. Anträge zur Notbetreuung werden zentral über die Homepage der Stadt Fellbach unter https://www.corona-fellbach.de/Notbetreuung per Online-Anmeldung erfasst, geprüft und genehmigt (ggf. abgelehnt).

Berechtigt zur Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung sind Kinder

  • für die der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe feststellt, dass die Teilnahme an der Notbetreuung zur Gewährleistung des Kindeswohls erforderlich ist.
  • deren Erziehungsberechtigte beide
    1. einen Beruf ausüben, dessen zugrundeliegende Tätigkeit zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur (sog. systemrelevante Berufe) oder
    2. eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen und dabei unabkömmlich sowie durch ihre berufliche Tätigkeit an der Betreuung gehindert sind.
  • Neu dazugekommen sind Kinder mit besonderem Förderbedarf
    Es gibt Kinder, die schon vor der Corona-Krise einen besonderen Förderbedarf hatten. Diese Kinder werden nun zuerst zusätzlich aufgenommen.
    Wichtig: Kinder mit besonderem Förderbedarf werden in Absprache mit den Einrichtungsleitungen und dem jeweiligen Träger ermittelt und die Familien werden direkt angesprochen. Sollte Ihr Kind zu dieser Gruppe gehören, bitten wir Sie, diese ebenfalls zentral über das o.g. Portal anzumelden, nachdem die Einrichtungsleitung auf Sie zugekommen ist.

Sollte es über diese Gruppe hinaus weitere Plätze geben, werden weitere Kinder für den reduzierten Regelbetrieb aufgenommen. Allerdings ist in manchen Einrichtungen die Kapazitätsgrenze durch die erweiterte Notbetreuung bereits erreicht.

B. Reduzierter Regelbetrieb
Nach Rücksprache mit den freien Trägern werden in einem ersten Schritt die Kinder betreut, die den Kindergarten im Sommer verlassen werden (Vorschulkinder). Eine Betreuung erfolgt jeweils für eine Woche, kann aber bei geringen Kapazitäten auch nur tageweise oder stundenweise angeboten werden. Die Umsetzung erfolgt durch uns als Träger der Einrichtung vor Ort in enger Abstimmung mit der Kindergartenleitung.

Die in Frage kommenden Familien werden direkt durch die Einrichtungsleitung informiert. Eine Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich.

Alle Träger sind sich einig, dass in weiteren Schritten versucht wird, möglichst viele Kinder - auch im rollierenden System - in die Betreuung zu bringen. Mit der Stadt Fellbach sind wir bezüglich der Umsetzung in regelmäßigem Austausch.

Alle Träger werden zukünftig bis Donnerstag wissen, wie viele Kinder sie in der Notbetreuung für die darauffolgende Woche haben werden, um dann die Restplätze jeweils für die darauf folgende Woche vergeben zu können. Die Eltern werden von der Kita-Leitung informiert.

Liebe Eltern,
wir wissen, wie schwierig die derzeitige Situation für Sie, Ihre Kinder, Ihre ganze Familie ist. Dies können wir nur immer wieder wiederholen. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Schutz der Beteiligten (Kinder, Mitarbeitende und Eltern) versuchen wir die bestmöglichen Lösungen vor Ort anzubieten und umzusetzen. Wir bitte Sie jedoch um Verständnis, weil die aktuelle Situation dennoch vielfach und aus Ihrer Sicht nicht zufriedenstellend ist.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Rieger-Mühleck (Abteilungsleiterin Kindertageseinrichtungen)

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