Evangelischer Verein Fellbach e.V.

Diakonie und Kirche

„Diakonie“ ist die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ihren Auftrag bezieht sie aus dem Neuen Testament. Der Evangelische Verein Fellbach e.V. ist eine diakonische Einrichtung und Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg (DWW). Als eingetragener Verein arbeitet er selbstständig, kooperiert aber eng mit der evangelischen Kirchengemeinde Fellbach.

Was bedeutet Diakonie?

Das Wort Diakonie stammt aus dem Griechischen und meint ursprünglich das Dienen und Bedienen bei Tisch. Diakonie bedeutet: den Menschen achten und wertschätzen, unabhängig von Alter, Gesundheit, Geschlecht und Herkunft. Für die Diakonie gilt: Jeder Mensch, ob behindert, gesund, krank, begabt oder benachteiligt, besitzt Würde und ist ein Geschöpf Gottes.

Jesus entfaltet das Gebot der Nächstenliebe in mehrfacher Hinsicht. Wohnungslos, ohne soziale Absicherung, wendet sich Jesus leidenden Menschen zu: er heilt Kranke, gibt Hungernden zu essen uns sucht ganz bewusst die Gemeinschaft mit sozial ausgegrenzten Menschen.

Immer wieder ruft er seine Zuhörerschaft auf, sich nach dem Gebot der Nächstenliebe zu verhalten. Das Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“ betont, dass allein die jeweilige Notlage bestimmt, was im Sinne Jesu zu tun ist. Weder ethnische noch kulturelle oder religiöse Grenzen dürfen von der Hilfeleistung abhalten.

Begründung der modernen Diakonie im 19. Jahrhundert

Eine Rede des Hamburgers Johann Hinrich Wichern (1808–1881) auf dem Kirchentag in Wittenberg 1884 gilt als Initialzündung für die moderne Diakonie. Hier betonte Wichern, dass sich das Gebot der Nächstenliebe im sozialen Engagement zeigen muss.

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